01.10.2025

Ärzte als Markenbotschafter: Warum sie Ihr wertvollstes Marketing-Asset sind

Austauschbare Stockfotos, generische Slogans und unpersönliche Werbebotschaften – so sieht das Marketing vieler Kliniken aus.

Das Ergebnis: schwacher Vertrauensaufbau, hohe Kosten pro Lead und Kommunikation, die sich nicht von der Konkurrenz unterscheidet. Gerade im Bereich der Selbstzahlerleistungen entscheiden jedoch Glaubwürdigkeit und die Nähe zur ärztlichen Expertise über den Behandlungsabschluss.
Die weit verbreitete Annahme: "Unser Logo und generische Praxis-Bilder reichen aus. Ärzte vor die Kamera zu bekommen ist nicht notwendig."

Die Realität der Werbung sieht anders aus

Die Person hinter dem Skalpell ist Ihr stärkster Vertrauenshebel. Ärztliche Sichtbarkeit erhöht nachweislich die Abschlussraten, reduziert Einwände und macht Ihre Kommunikation unverwechselbar. Erfolgreiche Werbetreibende setzen konsequent auf klare Expertise-Beweise, authentische Arzt-Statements und transparente Leistungsgarantien.

Was die Analyse zeigt

In kleinen und mittleren Kliniken fehlt oft Marketingkapazität. Persönliche Autorität wirkt dafür umso stärker – wird über Team und Ärzte jedoch kaum ausgespielt. Die erfolgreichsten Kreativkonzepte folgen einem einfachen Muster: Klare Aussagen + Expertise-Nachweis + eindeutige Handlungsaufforderung – häufig mit direktem Arztbezug.

Ein systematischer Content-Ansatz als Lösung

Mit Inhalten, die Vertrauen aufbauen und den behandelnden Arzt in Szene setzen, können Sie viele Einwände und Sorgen der potenziellen Patienten schon vorab auflösen. Dafür sind keine sehr umfangreichen Formate notwendig. Für den Start reichen einfache Formate bereits aus:

  • Formate mit Klartext: Die Ärzte beantwortet jeweils eine zentrale Patientenfrage zu Kosten, Risiken oder Behandlungsablauf.
  • Patientengeschichte in drei Akten: Eine authentische Patienten-Geschichte von Problem über Eingriff bis zum Ergebnis – ergänzt durch ärztliche Einordnung.
  • Mythos vs. Medizin: Häufige Missverständnisse werden sachlich und verständlich korrigiert.

Diese Formate werden gezielt im Marketing-Funnel eingesetzt. Gepaart mit einer sinnvoll aufgebauten Retargeting-Logik, bereitet das die Nutzer ideal auf die Conversion-Phase vor und funktioniert als erste Qualifizierung der Patienten.

So bringen Sie das Konzept in die Praxis

Die Vorbereitung

  • Fragenliste erstellen: 10 häufige Patientenfragen zu Kosten, Risiken, Ablauf und Eignung.
  • 2 echte Fälle identifizieren und aufbereiten: Ausgangslage → Eingriff → Ergebnis.
  • Minimal-Setup festlegen: ruhiger Raum, Smartphone, Stativ, natürliches Licht, Ansteckmikro.

Die Produktion und Postproduktion

  • Aufnahme der Videos (versuchen Sie, sich dabei auf die wichtigsten Informationen aus Sicht der Patienten zu beschränken).
  • Testen Sie verschiedene Varianten und Hooks um zu testen, worauf Ihre Zielkunden am besten reagieren.
  • Schnitt und einfügen der Untertitel.

Die Distribution

Hier arbeiten wir für gewöhnlich mit zwei verschiedenen Methoden:

  1. Test bei bestehender Reichweite: Wenn Praxen oder Kliniken bereits eine bestehende Reichweite haben, kann diese genutzt werden, um die produzierten Videos vorab zu testen. Sie werden gepostet, verglichen und die Best-Performer für die bezahlten Werbeanzeigen genutzt.
  2. Testen mithilfe der bezahlten Werbung: Sollte das Testen bei der bestehenden Reichweite nicht möglich oder nicht erwünscht sein, kann dies auch über die Werbekampagne gemacht werden.

Wichtig ist, nicht nur zu testen, welche Inhalte die meisten Likes erhalten, sondern wie gut sie die Ziel-Patienten zu einer Handlung bringen.